Wohnungssuche in Wien

maike

Als wir am 4. August unseren Hauptwohnsitz nach Wien verlegten (wortwörtlich, da wir gleich am selben Tag noch beim Meldeamt vorbeischauten), zogen wir zunächst in die Wohnung einer Studentin, die einen Erasmus-Aufenthalt in Edinburgh plante und daher ihre 50m² große 2-Zimmer-Wohnung im 5. Bezirk (Margareten) für ein halbes Jahr vermietete. Ich hatte das Glück, die Zusage für die Wohnung bereits im April erhalten zu haben, daher musste ich mir erstmal keine Sorgen mehr um eine permanente Bleibe in Wien machen. Zumindest in der Theorie. In der Praxis sah das so aus, dass ich bereits im September anfing, nach passenden Wohnungen zu suchen und recht schnell herausfand, dass der Wohnungsmarkt in Wien hart umkämpft und sehr spontan ist.

Nicht nur ist es beinahe unmöglich, eine Wohnung zu finden, die nicht von einer Immobilienfirma (und damit anfallender Provision) vermittelt wird, sondern auf jede Wohnung melden sich gefühlte 200 Menschen, die alle früher dran sind als du. Seufz. Nachdem wir von unserer Vermieterin die Nachricht erhalten hatten, dass wir auch schon einen Monat früher wieder aus ihrer Wohnung ausziehen könnten, wenn wir wollten, ging alles dann doch ganz schnell. Nach einer Woche intensiver Wohnungssuche, die recht ergebnislos verlief hatten wir eine Wohnung im 7. Bezirk in Aussicht. Altbau und perfekte Lage! Perfeeeekt! Es wären 10 Minuten zu Fuß zu meiner Arbeit gewesen. Wir hätten die Wohnung sogar bekommen, aber letzten Endes haben wir uns dagegen entschieden, weil sie doch nicht so gut geschnitten war und weil wir nach einem Background-Check der Vermieter entschieden hatten, dass das nichts für uns ist.  Weiterlesen →

Es ist mal wieder Zeit…

…für ein neues Lebenszeichen von mir. Denke ich. Mich würde es nicht wundern, wenn ich inzwischen jeden Einzelnen von euch vergrault habe, und ich habe nicht einmal eine gute Entschuldigung, die eine so lange Abwesenheit rechtfertigen würde. Ich könnte ja sagen, dass ich mich immer noch daran gewöhnen muss, wieder 40 Stunden die Woche zu arbeiten (wahr) und dass ich meine Freizeit seit Wochen nur damit verbringe, mir Wohnungen auf diversen Webportalen anzuschauen (auch wahr). Aber eigentlich ist es wohl meine Vergesslichkeit und die Tatsache, dass ich jemanden habe, mit dem ich immer reden kann, wenn ich das Bedürfnis habe, etwas mitzuteilen.

Anfang des Jahres wusste ich noch nicht einmal, dass ich in Wien landen würde, und jetzt bin ich in dieser wundervollen Stadt, habe einen Job, der mir großen Spaß macht, Kollegen, die Karaoke-Abende und Kinobesuche organisieren und vor allem einen Freund, mit dem ich dieses Leben teilen kann. Genug Kitsch. (Oder soll ich noch von den Weihnachtsmärkten erzählen, die in Wien gerade wie Pilze aus dem Boden schießen?)

Ich habe in den vier Monaten hier in Österreichs Hauptstadt schon so viele Menschen kennengelernt, die ich mag. Manchmal bereue es ein ein bisschen, dass ich wieder in alte Verhaltensmuster verfalle und abends und am Wochenende lieber zu Hause verbringe, als die Stadt und die Menschen hier zu genießen. Vielleicht ist es daher mal wieder Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, wie ich meine Freizeit eigentlich verbringe und was ich gerne besser machen würde…

Vorerst gehe ich aber schlafen, denn es ist spät und morgen muss ich arbeiten. ;)

51 Tage Wien.

Am 1. August 2014 fand ich mich um 5 Uhr morgens recht verschlafen und auf den Zug nach München wartend am Bahnhof in Buchloe wieder. Dieser 1. August war der große Tag, denn in München würden wir – lediglich mit unseren Rucksäcken bepackt – nach Wien fahren, um dort quasi einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

2014-08-01-04.59.19Umzug per Zug klingt jetzt nicht unbedingt nach einer Erfahrung, die man machen möchte, aber für uns machte das aus verschiedenen Gründen Sinn. Die Wohnung im 5. Bezirk in Wien, die wir bis Ende Januar zur Zwischenmiete beziehen, würde uns an diesem Freitag übergeben werden und da ich am kommenden Montag, den 4.8., in den Arbeitsalltag starten wollte, wollte ich auch bürokratischen Kram wie die Anmeldung in Wien möglichst früh erledigen. Wien erreichten wir also mit dem Zug und nachdem meine Eltern am nächsten Tag mit dem Wohnmobil auch den restlichen Kram von A nach B (oder eher von B nach W) transportiert hatten, ging der Alltag in Wien tatsächlich los.

Die letzten Wochen habe ich erstmal gebraucht, um mich an die neue Stadt zu gewöhnen, an das Zusammenleben, an die neue Arbeit, die 40-Stunden-Woche und so weiter. Das bedeutet nicht, dass in dieser Zeit gar nichts passiert ist, aber dass ich abends meistens vollkommen erledigt aufs Sofa gesunken bin und nichts weiter machen wollte, als vor dem ins-Bett-fallen noch eine Folge Girls zu schauen.

Tatsächlich hatten wir bereits einige Gäste, waren am Schloss Schönbrunn und mit den Inlineskates im Westen Wiens, haben an Meetups teilgenommen, Freunde getroffen, ein Fußballspiel von Rapid Wien und ein Baseballspiel der Vienna Metrostars besucht und… noch so viel mehr. Gut gegessen, fleißig im Fitnessstudio trainiert, ins Kino gegangen, was man halt so tut. 2014-08-16-16.29.09 2014-08-17-13.53.33 2014-08-09-11.41.21

 

USA ’14: Los Angeles

2014-07-17 10.44.03Am 13. Juli frühstückten wir mit Adams Kollegen in einem Café auf dem Campus der Stanford University und machten uns anschließend mit einem von ihnen im Auto auf den Weg nach Los Angeles. Ich habe die Fahrt zunächst etwas überschätzt, wahrscheinlich, weil alle Leute immer von dem Highway 101 in Kalifornien gesprochen haben, der an der Küste entlang verläuft und länger ist als die Interstate 5 etwas weiter im Landesinneren. So saßen wir fünf Stunden im Auto und fuhren über vollkommen klischeehafte amerikanische Straßen, an „typisch amerikanischen“ Trucks vorbei und hielten nur kurz, um frische Kirschen zu kaufen (für die 7 Avocados für 1$ haben wir leider nicht angehalten…). Faszinierend fand ich die Trucks, die Früchte (Orangen? Äpfel?) geladen hatten und nach Norden fuhren. Es waren so viele!  Weiterlesen →

USA ’14: San Francisco

2014-07-09 09.27.01

Mein Flug nach San Francisco war um 7:30 Uhr am Morgen. Nachdem ich den Bus zum Flughafen genommen hatte, kaufte ich mir ein eher mittelmäßiges Frühstück bei Dunkin’ Donuts (Joghurt mit Granola, keine Donuts!) und wartete auf das Boarding. Ich flog mit Virgin America und werde das in Zukunft vermeiden… Der Flug dauerte sechs Stunden, es gab jedoch nichts zu essen und alle interessanten Filme hätten 6$ oder mehr gekostet. Ich unterhielt mich während des Fluges eine Zeit lang mit meiner Nebensitzerin, starrte aber irgendwann nur noch auf den Bildschirm, der die aktuelle Position anzeigte. So bringt man sechs Stunden auch herum.

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