Wer in Lissabon ist, sollte auch einen Ausflug nach Sintra machen. Sagt man. Als meine Großeltern vom 30. April bis zum 9. Mai zu Besuch waren, nahmen wir diesen Sintra-Besuch in Angriff. Vom Bahnhof Rossio aus kommt man mit dem Zug bequem in ca. 45 Minuten in die kleine Stadt. Zu sehen gibt es dort Berge, eine nette Altstadt und jede Menge kleine und größere Schlösser. Weiterlesen →
Rundumschlag
Bevor ich heute Abend mit all den wundervollen Menschen, die ich hier in Lissabon kennengelernt habt in meinen 24. Geburtstag feiere, nehme ich mir noch eine Viertelstunde Zeit, um die vergangenen zwei Wochen zu rekapitulieren. Es ist ja wieder ziemlich viel Zeit vergangen, seit ich mich das letzte Mal an den Schreibtisch gesetzt habe, um ein wenig aufzuschreiben – obwohl es eigentlich viel zu erzählen gab.
Am Eindrucksvollsten war wahrscheinlich ein erneuter Anfall von Furcht, dass irgendetwas mit meinem Blut nicht stimmen könnte. Ich war ständig müde, habe ziemlich viele blaue Flecken und eine Erkältung habe ich mir auch noch eingefangen. Keine guten Anzeichen für mich, hat es vor genau drei Jahren doch auch so angefangen. Um sicher zu gehen, dass alles okay ist, machte ich mich auf die Suche nach einem Arzt. Es hat eine Weile gedauert, bis ich herausgefunden habe, dass man hier in Lissabon am Besten in ein Centro de Saúde geht, wo man für 5 Euro kurz mit einem Arzt sprechen kann. Der verschrieb mir Hustensaft gegen meinen fiesen Husten. Ein Blutbild habe ich dann in einem Labor direkt machen lassen (für 4,90 Euro) und somit habe ich für 9,90 Euro einen Arztbesuch und ein unauffälliges Blutbild erhalten – die beste Voraussetzung um in mein nächstes Lebensjahr zu starten.
Am 27. April jährte sich meine Erkrankung zum dritten Mal. Ich habe gar nicht daran gedacht, wir waren nämlich gerade in Lagos an der Algarve. Da sah es dann am Strand so aus:
Wir sind mit einer Erasmusorganisation mit dem Bus in drei Stunden am südlichen Ende von Portugal gewesen. Wie ich mir hätte denken können ging es den meisten Teilnehmern ausschließlich um ausgiebigen Alkoholkonsum. Trotzdem waren die drei Tage eine schöne Erfahrung. Wir hatten ein akzeptables Barbecue in einer schönen Strandbar und genug Zeit um die Stadt anzuschauen, die um diese Jahreszeit nicht allzu voll ist und am Strand herumzuliegen.

Der Wind war eiskalt, weshalb ich so eingepackt durch die Gegend gelaufen bin. Zwischen den Felswänden am Strand konnte man trotzdem im Bikini herumliegen. Mit einer Erasmusorganisation werde ich nirgends mehr hinfahren, aber an die Algarve (mit einem Mietwagen) werde ich sicher nochmal fahren. Nach Sagres oder Albufeira habe ich es nämlich wieder nicht geschafft…
Heute Morgen habe ich meine Großeltern vom Flughafen abgeholt, die bis zum 9. Mai in Lissabon bleiben. Im Gepäck hatten sie meine heiß ersehnten Birkenstock-Sandalen, Spätzle und Sauerkraut. Anlässlich meines Geburtstages stand ich nämlich insgesamt viel zu lange in der Küche um zum Geburtstag ein echtes (leicht übertriebenes) schwäbisches Abendessen zu geben. Ich bin mal gespannt, was die internationalen Gäste so zu Kässpätzle, Krautschupfnudeln und Kartoffelsalat sagen…
Darf ich vorstellen…?
- 12 Stunden unterwegs (9 bis 21 Uhr)
- jede Menge Sonne
- drei Stunden im Wasser + Sonnenbrand davon im Gesicht…
- gebräunte Hände, aber ein Cut, wo der Wetsuit beginnt
- Verbesserung zur vorigen Woche um mindestens 67 %
- ganz viel Liebe für mein Surfbrett, das ich mir vorletzte Woche gekauft habe
- jetzt schon Vorfreude auf’s nächste Mal
lisbon + the sea
Mir ist gerade danach, ein wenig vom Leben in Lissabon zu erzählen. Ich bin viel zu sehr im Alltag gefangen und im Rahmen eines Versuchs, ein wenig mehr von der Stadt zu sehen, habe ich einen Ausflug zum Miradouro da Nossa Senhora do Monte gemacht. Dazu ging es von Baixa zum Martim Moniz und von dort den Berg hinauf. Das Wetter war traumhaft, es war unfassbar warm und so schön, durch die kleinen Gassen zu schlendern (oder eher, zu schnaufen) um am Ende diesen Ausblick zu genießen.
Den Miradouro de São Pedro de Alcântara habe ich am Dienstag besucht. Gleich auf der anderen Straßenseite kann man Sushi als Takeaway kaufen. Draußen sitzen, das Lieblingsessen vor sich und diese Aussicht – das war auch wunderbar.

Am Mittwoch bekamen wir das Auto vom Mitbewohner einer Freundin ausgeliehen, um nach Costa da Caparica zum Surfen zu fahren. Ich habe mir letzte Woche ein Surfbrett gekauft (Fotos folgen!) und bin jetzt voll ausgestattet. Die Surfbretter können wir jetzt auch bei einer Freundin lassen, die in Caparica wohnt, somit entfällt der Stress, sie jedes Mal von Lissabon mit dem Bus über den Rio Tejo zu transportieren. Das Wetter war schon morgens bei Sonnenaufgang toll und wurde nur noch besser.

Nachdem ich bereits mit Zug und Bus über die Brücke gefahren und beim Maratona auch darüber gelaufen bin überquerte ich die Ponte 25 de Abril also auch noch mit dem Auto. Als Fahrer sogar (das Foto habe nicht ich gemacht!). Der Tag am Strand war ein Traum. Wir haben eine Surfstunde bei einem Lehrer gebucht, der von einer Freundin empfohlen wurde. Die Surfstunde entwickelte sich dann zum Bootcamp, als der aufgeregte Portugiese mich wiederholt aufs Surfbrett jagte und den Takeoff wiederholen ließ, weil ich zu hektisch, zu ungenau, zu schnell und zu unkonzentriert war. “Nein, du bist nicht müde, du bist einfach faul! LOS, NOCHMAL!”. Am Ende hat’s mir viel gebracht, ich habe jetzt auf jeden Fall mehr Ahnung, was ich tue, als davor. Nächste Woche gehen wir gleich wieder hin. Dafür habe ich jetzt Muskelkater ohne Ende und blaue Flecken am ganzen Körper. Bin gespannt, wie es am Samstag dann läuft!

8. Corrida Benfica
Ohje, schon wieder ein Beitrag über’s Laufen? Sorry, Freunde, aber das muss sein, weil Laufen mir gerade einfach ziemlich wichtig ist. Nach dem Erfolgserlebnis beim Mini Maratona letzten Monat hatten wir uns relativ bald entschlossen, auch beim Corrida Benfica mitzulaufen. Um vorab zu testen, ob ich überhaupt 10 km am Stück Laufen kann probierte ich das irgendwann vor zwei Wochen mal aus, brauchte 70 Minuten und beschloss, dass das in Ordnung ist. Also meldete ich mich gemeinsam mit dem Mitbewohner und einem Kommilitonen an. Weiterlesen →






