Fundstück: Krankenhauszimmer

Als ich neulich die Fotos von meinem Handy geladen habe, habe ich gesehen, dass ich tatsächlich doch noch Bilder von meinem Zimmer auf der KMT-Station in Augsburg gemacht habe, bevor ich entlassen wurde. Falls es also jemanden interessiert, wie da die Zimmer so aussehen… Bitteschön.

So ein Zimmer ist klein. Geradezu winzig, wenn man 6 Wochen darin eingesperrt ist. Aber riesig, wenn der ganze Körper schmerzt und man sich doch aufraffen muss um zum Waschbecken zu gelangen. Sehr schön, dass auf dem Foto auch der Rauch zu sehen ist, der mir immer das bisschen Aussicht verschandelt hat, das ich noch hatte. Mein bester Freund in dem Zimmer: der Fernseher (den DVD-Player sieht man nicht). Mein größter Feind: das Radl. Obwohl Sport den Genesungsprozess ja deutlich beschleunigen soll habe ich mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, das Ding zu benutzen. Meine Mama konnte mich manchmal überreden, aber eher selten.

Auf dem ersten Bild sieht man auch die Infusomaten. Insgesamt waren es wohl so 7 Stück, ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Den Großteil der Zeit waren alle in Betrieb.

3 Kommentare

  1. hej maike =)
    ich habe leider nur ein paar minuten zeit, aber das folgende musste ich dir unbedingt schreiben.
    Ich habe es hinter mir. Vor einem knappen halben Jahr habe ich bescheid bekommen, dass ich auf einen patienten passe. Gestern hatte ich die OP hinter mir und heute bin ich nach hause gekommen. Es waren ein paar anstrengende Tage, aber es ist ein tolles gefühl, menschen weiterhelfen zu können. Ich weiß zwar nur, dass der empfänger irgendwo in Europa liegt, aber ich bin mir sicher, dass er dankbar ist. Ich kann nur hoffen, dass sein/ihr körper meine Zellen akzeptiert (muss er diese akzeptieren oder tut der körper dies immer, wenn der spender passt?) und er/sie sein/ihr Leben weiter vollstens genießen kann.
    Vielleicht fragst du dich, weshalb ich dir das hier schreibe. Nun weil all dies ohne dich nicht passiert wäre. Durch deinen blog habe ich mich entschieden, mich typisieren zu lassen. Es hat gepasst und ich habe gespendet. Ich werde auch weiterhin für die typisierung werben und würde es wieder tun.
    Deshalb spreche ich hiermit nochmal ein riesen DANKE an dich aus. Du hast meine augen (und sicher die vieler anderer) geöffnet und riesiges erreicht.

    DANKE =)

    • Oh, ich muss sagen, ich bin sprachlos vor Freude! Das ist wirklich super, dass du spenden konntest! Hoffentlich geht es dem Empfänger bald besser. Ich drücke die Daumen.

      Es gibt die so genannte Graft-vs-Host-Disease. Wenn sich das Transplantat gegen den Körper des Empfängers wendet und diesen abstößt. Also nicht der Körper die neuen Zellen, sondern diese den Körper. Es kann also durchaus große Komplikationen geben, das muss aber nicht sein. Ich hatte zum Beispiel kaum Probleme damit.

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