Von Bären und Schräglagen…

Danke an Dzenan für das Bild. Aus Sarajevo. :)

Oh, ich muss mich unbedingt mal wieder bei allen fleißigen Kommentar- und Mailschreiber bedanken… Die Mails beantworte ich immer noch so schnell wie möglich, bei den Kommentaren komme ich nicht hinterher und außerdem es nervt mich, dass ich nicht weiß, wie ich WordPress bzw. mein Theme dazu bringen kann, die Kommentare, die ich selber schreibe irgendwie so zu markieren, dass man sie erkennt. Wenn ich das mal rausgefunden habe beantworte ich auch Kommentare gerne. Bis dahin ein riesiges Dankeschön an alle für die ganze Unterstützung und den Zuspruch, die ich im Moment bekomme.

Ganz besonders möchte ich heute Annik Rubens danken, die hat mich nämlich in ihrem Podcast „Schlaflos in München“ erwähnt und ich bin sicher, dass so noch viele andere auf die Idee gebracht werden, sich typisieren zu lassen und so vielleicht helfen können… Danke, Annik! :)

Über den Tag fallen mir öfter Dinge ein, die es wert wären in meinem abendlichen Blogpost erwähnt zu werden, abends sitze ich dann aber meistens da und überlege, ob an diesem speziellen Tag eigentlich irgendetwas Interessantes passiert ist. Vielleicht sollte ich mir von jemandem mein Ideen-Moleskine vorbeibringen lassen, damit ich tagsüber aufschreiben kann, was ich mir so denke.

Gott sei Dank ist mir gerade eingefallen, weshalb ich heute überhaupt auf diese Gedanken gekommen bin. Ich träume nämlich seit ein paar Nächten sehr verrückte Dinge und kann mich auch lebhaft an die Träume erinnern. Zumindest gleich nach dem Aufwachen noch. Meistens sind es leider keine schönen Träume. In einem wurde unser geliebter Labrador Chelsea von einem Bär niedergemacht, weil ich aus unerfindlichen Gründen mit meiner Mutter im Wald übernachtet habe, wo auf einmal lauter Jäger und Bären zugange waren.

Ein anderes Mal kam die Schwester und ich habe gefragt, ob sie wohl das Fenster aufmachen könnte (was ja im „real life“ ;) nicht möglich ist), was sie auch tat. Da war dann auf einmal eine Dachterrasse vor dem Fenster, auf die ich hinausgehen konnte. Beziehungsweise gekonnt hätte, wenn mir in dem Traum nicht so schwindelig gewesen wäre, ich konnte nämlich alles nur in Schräglage betrachten. Das Schwindelgefühl kam mir ziemlich echt vor.

Sicher kommen die wirren Träume davon, dass ich ansonsten nicht sonderlich beansprucht werde. Weder körperlich noch geistig, da sucht sich mein Kopf eine andere Beschäftigung, während mein fauler Körper das Nichtstun genießt ;) Vielleicht fange ich an, meine Träume aufzuschreiben, mich würde das schon interessieren. Notiz an mich: Moleskines und Tagebuch bringen lassen!

Mir ist gerade auch noch aufgefallen, dass ich gestern ja gar nicht gejammert habe. Ich habe nämlich Schmerzen. Seit gestern irgendwann am frühen Abend tut meine Haut am gesamten Oberkörper weh. Und zwar richtig. Nur eine leichte Berührung reicht da aus und es tut weh. Das macht jeglichen Körperkontakt nochmal extra spannend. Über den Arm streichen? Tut weh. Schultern berühren? Tut weh. Die Ärzte waren jetzt nicht sonderlich besorgt oder so, die haben mir einfach ein weiteres Medikament verschrieben (im Nachhinein hat sich wohl rausgestellt, dass ich es doch schon in der Menge bekomme, die sie haben wollten, haha, also gibt’s keine neuen Mittelchen) und gut wars. Sehen tut man ja nichts, die Haut reagiert auch normal auf die Berührung, keine allergische Reaktion, kein Ausschlag, nix. Nur Schmerzen. Hoffentlich gehen die wie diese Lymphknotenschmerzen, die ich vor einer Weile hatte, einfach bald wieder weg… Sonst macht ja nicht mal das Umarmen Spaß!

Ansonsten habe ich heute ein bisschen gehäkelt, ich muss ja selber auch noch eine Mütze fertigmachen, wo Mama schon so fleißig vier Stück gemacht hat! Mama und ich haben die Elle und die Freundin durchgeblättert und für nicht unbedingt lesenswert befunden, Tee getrunken und gequatscht. Nach dem Mittagessen bin ich erstmal weggepennt und später kam dann mein Papa, mit dem ich das „Halli Galli“-Spiel eingeweiht habe, das ich neben einem Anglerspiel und einem „Pettersson und Findus“-Hörspiel (yay!) gestern geschenkt bekommen habe (Danke an Maria und Melina ;) )

Besuch gabs dann auch noch von meinem Chef und meiner Chefin, die mir feine französische Limonade mitgebracht haben, die sehr lecker war (ich hab aber nur probiert, wegen der Schleimhäute, ih) und natürlich von meinem Freund, der mich wirklich bisher jeden einzelnen Tag besucht hat, worüber ich mich so freue, dass ich es kaum in Worte fassen kann. ♥ Er hat übrigens im Halli Galli gewonnen. Aber nur knapp. Endlich ein Spiel, bei dem ich ein würdiger Gegner bin…

Genug gequatscht für heute, ich muss schlafen!

Gute Nacht!

18 Kommentare

  1. Das mit der Haut tut mir Leid =(
    Hab mich heute auf der dkms.de-Seite
    ein bisschen umgeschaut und festgestellt,
    dass ich aufgrund meiner Lungenkrankheit
    nicht spenden kann..
    Dafür habe ich allerdings ein paar (hoffentlich)
    vollkommen gesunde Freunde dazu ermutigt sich
    typisieren zu lassen, die sich dann auch gleich
    dieses Registrierungspaket haben zukommen
    lassen ^^

    Und übrigends: Das Anzeichen eines Todes im Traum ist
    nicht als schlechtes Symbol zu deuten ^^ Der Tod als
    Traumsymbol an sich steht für Erneuerung und Wandlung
    im Leben des Träumenden ;)
    Wünsch dir noch… positive Träume :D

  2. Schlaf gut! Ich wünsche dir viele schöne Träume heute Nacht. Nichts mit Bären und so. Und vergiss nicht morgen früh gleich alle aufzuschreiben :-)

  3. Wow! Das wird glaube ich mein Lieblings-Blogeintrag, auch wenn die arme Chelsea nicht gut wegkam. Schlaf gut, alles Liebe!

  4. Ich wollte mich heute auch typisieren lassen, gehöre als Homosexueller aber zu hohen Risikogruppe. Da darf man nicht mal Blut spenden. Hrmpf, das ist diskriminierend. Ich sage aber all meinen Freunden sie sollen sich typisieren lassen.

    Mach weiter so, Kopf hoch und viel Glück!

  5. Liebe Maike, heute war ich zum ersten Mal ganz kurz zu Besuch und wir kennen uns also noch nicht wirklich. Aber die Seiten hier im blog finde ich ganz toll. Großes Kompliment! Ich habe zwei von meinen vier Töchtern aufmerksam gemacht. Vielleicht schreiben die ja auch mal. – Wenn ich im Klinikum Patientinnen und Patienten besuche, erzählen die mir öfter von ihren Träumen. Das finde ich immer sehr spannend. Träume aufzuschreiben und so vielleicht ihrem Sinn auf die Spur zu kommen, ist eine gute Idee.
    Jetzt wünsche ich eine gute Nacht, mit hoffentlich wenigen Störungen – und einen Engel für gute Träume!
    Herzlich, Jürgen Floß
    von der Klinikseelsorge

  6. Guten Abend Maike,

    das mit den Schmerzen am Oberkörper tut mir auch leid, aber das geht bestimmt schnell vorrüber, Du lässt Dir doch sicher das Umarmen nicht vermiesen! :)

    Wegen deinem gestrigen Eintrag übers Uno wollte ich euch mal das Spiel „Phase 10″ empfehlen, das ist echt toll, und geht definitiv länger als Uno da es aus mindestens 10 Runden besteht.
    Und wenn euch Halli Galli Spaß macht, könnte euch auch „Ligretto“ gefallen ;)
    Soviel zu meinen Spiele-Tipps…. ^^

    Ansonsten drücke ich Dir weiterhin die Daumen für einen Spender, und wünsche Dir weiterhin viel Kraft und alles Liebe!

    Stella

  7. Huhu, ich hab deinen Blog erst vor ein paar Tagen gefunden und ich wollte dir nur sagen dass ich absolut bewundernswert finde wie du schreibst und wie du das durchstehst. Ich wünsche dir noch alles alles Liebe und vor allen Dingen viel Glück!

  8. Hi Maike,

    ich bin heute durch Anniks Podcast auf deinen Blog aufmerksam geworden. Ich hab gerade 3 Stunden damit verbracht ihn von hinten nach vorne zu lesen und muss sagen Du schreibst wirklich toll! Weiter so, auch wenn alles überstanden ist, ich freu mich auf deinen ersten Roman. ;)

    Das mit dem Krankenhaus kann ich gut verstehen, ich war das letzte halbe Jahr auch fast 2 Monate im Krankenhaus und es kotzt einen einfach an, dieser gleiche immer wiederkehrende Trott.

    Bei mir warens 2 künstliche Hüftgelenke und das mit 28. Die alten waren einfach kaputt, warum konnte mir auch keiner sagen war halt einfach so. Bevor sie das aber so einfach sagen konnten, hatte ich auch die ganzen Tests, auch auf Leukämie mit dieser Knochenmarkentnahme am Hüftknochen. Es ist wirklich die besch***enste Untersuchung die ich jemals hatte und das waren nicht gerade wenige, weil bis heute haben sie keinen Plan warum „nur“ meine Hüftknochen im Eimer waren (nun is da Titan drin ;) ).

    Ich wünsch Dir alles Gute. Halt die Ohren steif, behalt immer ein Lächeln für deine Freunde und Verwandten und Du kommst wieder aus dem Krankenhaus raus. Bin ich ja auch… :)

    Übrigens ich war in Frankfurt im Krankenhaus und anscheindend muss es da eine Verschwörung der Krankenhäuser geben, denn mein Mittagessen war auch fast immer scheußlich. Ich denke mal die wollen nur das sich die Patienten ganz schnell nach Hause wünschen und durch ganz schnell wieder gesund werden. Mehr wollen sie damit nicht bezwecken. *gg*

    Gute Besserung und vor allem viel Glück beim Finden eines passenden Spenders.

  9. Guten Morgen Maike,

    ich habe gestern Anniks Podcast gehört und bin darüber auf Deinen Blog gestossen. Das war nun der längst überfällige Anstoss, mich endlich typisieren zu lassen. Habe jetzt schon mal ein paar Minuten gegoogelt um heraus zu finden, wo ich das in München unkompliziert machen kann. Ist aber nicht leicht heraus zu finden.

    Aber wofür hat man den schliesslich einen Hausarzt! Der weiss es sicher :-)

    Was ich Dir aber eigentlich schreiben möchte ist: vielen Dank für Deinen Blog und natürlich alles Gute für Deine Behandlung! Und ohne Dich überhaupt zu kennen habe ich das Gefühl, Du bist eine sehr willensstarke und entschlossene junge Frau und wirst diese Krankheit ganz sicher besiegen.

    Grüße aus München,

    Herbert

  10. Liebe Maike,

    wir kennen uns nicht :), ich bin durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen und lese ihn jetzt ziemlich regelmäßig. Ich bin wirklich beeindruckt davon, dass Du so fröhlich und zuversichtlich klingst – mit der Einstellung bist Du sicher ganz rasch wieder raus aus dem Krankenhaus!

    Und, unbekannterweise, auch noch einen Gruß an Deinen Freund, der scheint ja ein sehr sehr Lieber zu sein! Zusammen werdet Ihr das alles schon schaffen!

    Möchstest Du auf Deinem Blog nicht vielleicht Informationen dazu posten, wie man sich möglichst leicht typisieren lassen kann? Dann würden vielleicht auch viele der zufälligen Blogbesucher einfach mal aktiv werden…

    Bleib so stark wie Du bist!
    Christine

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