Umzug auf die Transplantationsstation

Ich hab gerad einen langen Eintrag auf dem iPad geschrieben und dann ist die WordPress-App abgestürzt. Fail. Da ich keine Lust habe, alles nochmal zu schreiben gibts jetzt die Kurzversion und eventuell Morgen noch ein bisschen mehr.

Ich bin jetzt also von der Onkologie im zehnten Stock auf die Transplantationsstation im vierten verlegt worden. Hier ist alles ganz anders und auf den ersten Blick auf nicht unbedingt besser, aber ich werd mich schon dran gewöhnen.

Im Moment habe ich zwei Braunülen, beide heute bekommen, eine in der linken und eine in der rechten Hand. Die im Arm tat letzte Nacht furchtbar weh und musste gezogen werden. Der ganze Arm tut immer noch weh und die Vene ist dort wo die Nadel war extrem empfindlich und sehr hart.

Morgen bekomm ich wieder einen ZVK und ab Morgen darf ich das Zimmer auch nicht mehr verlassen. Isolation total. Wer mich besucht, was nicht so viele dürfen, muss sich Kittel, Handschuhe, Mütze und Mundschutz anziehen. Mich frierts im Zimmer, alle anderen vergehen vor Hitze.

Wenn ich mich Morgen aufraffen kann gibts da mehr Neuigkeiten… Ich warte jetzt, dass der Tag vergeht.

18 Kommentare

  1. Liebe Maike,

    ich bin gestern über einen Link auf Deine Seite gestoßen und möchte Dir sagen, wie sehr ich Deine optimistische Art und Deine Fährigkeit bewundere, selbst in den widrigsten Umständen doch noch ein Fünkchen Gutes zu sehen oder zumindest den Mut und die Hoffnung nicht zu verlieren. Das hast Du sicherlich schon von vielen gehört (ich hab die Kommentare zu Deinen Beiträgen nicht gelesen), ich wollte es Dir aber trotzdem irgendwie schreiben :-)

    Halt durch, ich drück Dir ganz fest die Daumen! Nicht unterkriegen lassen…

    Ganz liebe Grüße,
    Christine

  2. schau doch fußball mit deinem coolen flachbildschirmfernseher. ;)

    oder trink eine eisgekühlte coke aus deiner minibar.

    :P

  3. Wenn dein Besuch jetzt Kittel, Handschuhe, Mütze und Mundschutz tragen muss, wie ist das denn mit Umarmungen, etc.? Fällt das alles flach?

  4. Hi du,

    ohjee, das ist ja blöd, wenn dich nicht mehr jeder besuchen kann, da ich dich schon mal gern wieder sehen würde. Würde mich freuen, wenn du mir mal kurz ein Feedback per SMS, E-mail oder was auch immer geben könntest.

    Wünsch dir weiterhin alles liebe und gute!!

    Liebe grüße
    Julia

  5. Ein paar Infos für die lieben Kommentierer: Nein, Umarmen ist ab sofort verboten. Soviel für alle, die immer noch glauben, das sein alles halb so wild im Krankenhaus. Besuch darf dagegen sein, am besten nachmittags und nicht mehr als 2 auf einmal. Aber sonst gerne. Ich mach mir natürlich hauptsächlich Gedanken um den körperlichen Kontakt, denn das Umarmen hat schon immer wahnsinnig gut getan. Ist aber letztendlich auch nur ein physischer Akt, der Gefühle ausdrückt – und die kann man ja auch anders ausdrücken. Zum Beispiel hier.

    Maike, Du hast das bisher sooooo toll gemacht! Wir lieben Dich und sehen den Umzug als weiteren Schritt auf dem Weg in die Freiheit. Du hast nette Ärzte, eine persönliche Schwester, Deine Familie, Deinen Freund, Deine Freunde und das halbe Internet auf Deiner Seite – gegen die blöde Leukämie. Und die wird jetzt rausgeschmissen, so! Also schlaf Dich einen Tag näher an die Entlassung, freu Dich über alles Positive und nimm das, was Du nicht ändern kannst, als Herausforderung an, die Dich am Ende stärker macht. Alles, alles, alles Liebe, gute Nacht!

  6. Hallo tapfere Kriegerin,
    Seid ich deine Seite das erste mal gelesen habe ´´besuche „
    ich dich jeden Tag und erfreue mich daran das du trotz all der Strapazen so optimistisch bist.Hut ab,ganz grosse Hochachtung von mir!!!.

    Ich wünsche dir ganz viel Mut und viele gute Gedanken und ich glaube, alle die wir schon von dir gelesen haben werden dich in Gedanken umarmen.
    Also,auf zur nächsten Runde,du schaffst das und wirst wieder
    ganz gesund.
    Liebgruss Annie

  7. Mir scheint, dass du einen wirklich tollen Papa, einen lieben und humorvollen Freund – und sicherlich eine ebenso liebe restliche Familie hast. Ich wünsche dir und allen deinen Lieben viel Kraft und immer wieder alles Gute.

    Dein Schicksal berührt viele hier ‚draußen‘, mittlerweile auch mich und meinen Mann, denn ich wurde vor einiger Zeit zu einer genaueren Bluttypisierung aufgefordert. Ich habe sie auch gemacht, aber leider habe ich keine weitere Rückmeldung bekommen. Jetzt hoffe ich, dass der- o. diejenige einen anderen/ passenden Spender gefunden hat.

  8. Hallo Maike,
    Du bist auf einer Raumstation, die neue Lebensformen erforscht. Auf der Erde da unten rennen alle einem Ball hinter oder in die Läden, um in langen Schlangen ein eiei-Fon zusehen, ich bin sicher, dass ein Versorgungsraumschiff Fussbälle und iPhones bringen wird, das ist der Vorteil Deiner Mission,
    .
    Mannheim ist das Herz der Kurpfalz eine schöne Gegend, solltest Du unbedingt anschauen, ich mach gerne den Reiseführer, Popmusik-Uni, Discos, Kneipen, Museen, Schlösser, Burgen, Wasser, Wald alles da…

    Wie man hier sagt: Alla donn (= bis bald).

    Berichte uns weiter von Deinen Exkursionen im outer space.

    Gruss Henning
    Der Raumschiff Enterprise aber auch Anhalter durch die Galaxis mag

  9. Stimmt, sieh’s so wie Henning geschrieben hat! Du erforschst neue Galaxien, und wir dürfen Dein Tagebuch lesen… Hat was von Columbus oder all diesen Entdeckern der alten, neuen Zeit… Und um im WM-Slang zu sprechen (weiß ja nicht ob Du Fußball magst, aber mich nervt es, überall das Getröte und Geglotze zu hören und zu sehen!): Du bist jetzt mindestens schon im Halbfinale… Wir heften uns jedenfalls alle die Maike-Fähnchen ans Auto!

  10. Hallo Maike! Ich habe ja bereits über Dein Blog auf meinem Blog geschrieben. Und ich hab mich wahnsinnig gefreut, dass Du jetzt einen Spender gefunden hast! Trotzdem kann ich verstehen, dass Dich die zusätzlichen „Sicherheitsvorkehrungen“ belasten. Aber sie sind zu Deinem Schutz! Du hast schon so viel hinter Dich gebracht. Das hier sind die letzten Meter zum Ziel! Ich stehe quasi mit meinem Maike-Fänchen schon bereit um Dich durchzuwinken! :-)
    Ich wünsche Dir für die Transplanation alles erdenklich Gute!!!

  11. *Kittel_Handschuhe_Mütze_Mundschutz_anzieh

    Hey, das geht auch virtuell und ich besuch und knuddel dich so, dass Ansteckungsgefahr besteht. Obweohl ich glaube, dass virtuelles Knuddeln reales Lächeln bewirkt.

    Durchhalten, sieht doch alles schon nach aufwärmen für die letzte Runde aus! Die läufst Du auch noch locker aus.

    Wir denken alle an dich!

    Thomas

  12. Dranbleiben, Maike. Du bist auf der Zielgeraden. Ich mag Fußball nicht, aber ich blas hier mal für Dich in die virtuelle, 7,5 Meter extralange Fan-Tröte. Tröt. Liebe Grüße, Mario

  13. Vielen Dank für die Raumstation, die Fähnchen, das Knuddeln, die Tröte und alles andere. Ihr seid großartig und ich wünsche Euch alles Glück der Welt! Trööööööt!

  14. Hallo Maike,

    fangen wir mal mit den Vorteilen so einer Raumstation an. Da wären zum einen a) Du muss keine Vuvuzelas hören b) Du musst kein schelchtes Gewissen haben, trotzdem den ganzen Tag online zu sein (auch wenn du keinem Ballhinterherläufer zuschauen musst) c) Du bist genau an dem Punkt, der es Dir ermöglicht in kurzer Zeit wieder zurück in die Erdumlaufbahn zu kommen. d) Draussen passiert einfach nichts wichtiges ;-)

    Auf der anderen Seite hier ein paar Dinge, über die Du auch froh sein kannst, in der Raumstation a) Da draussen wächst die Zahl der Menschen, die Dich in Deinem Herzen tragen b) Du gibst vielen ausserhalb Deiner Raumstation das Gefühl, dass es es nichts gibt, was einem aus der Umlaufbahn werfen kann, denn solange es Maike schafft, schaffen die anderen es auch c) Dein Leben und das Leben derer, die Dich hierbei begleiten wird anders sein in Zukunft: Wertvoller, Größer, L(i)ebenswerter

  15. Liebe Maike, draußen regnet es in Strömen und drinnen liegst Du auf Station 4.5. Heute war nur ein kurzer Blick zu Dir möglich. Aber ich denke ganz viel an Dich und auch an die Menschen auf Station, die jetzt alles geben, damit es gut klappt mit Chemo und bevorstehender KMT für Dich.
    Dir alles Gute und sei behütet! (Deine vielen Engel sollen Dich dran erinnern…)
    herzlich, Jürgen Floß
    von der Seelsorge im Klinikum

  16. Krass, Meike, dass Henning Gajek bei dir mitliest, wie ich hier in den Kommentaren. Vermutlich interessiert dich das nur ansatzweise, aber Henning ist der Gott des Mobilfunkes und ungefähr seit 100 Jahren Internet-Nutzer. Ich hätte mir vor zehn Jahren einen Finger herausgerissen, um damals mit meiner Homepage Eindruck auf Henning zu machen. :-)

    Das nur mal so am Rande – ich bin überrascht, wen man bei dir als Leser und Kommentator alles sieht.

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